Innovation Forum Medizintechnik
Das war das Innovation Warm-up am 13. Oktober 2020!

Gemeinsam mit den Gästen aus unserem Partnerland Bayern haben wir uns gemäß dem diesjährigen Leitgedanken “Zukunft im Blick – Nachhaltig. Vernetzt. Gestalten.” auf das Innovation Forum eingestimmt.

Circa 60 Teilnehmer haben im Format eines World Cafés an 5 Thementischen über innovative Themen und Lösungskonzepte aus der gesamten Medizintechnik diskutiert.

Nachdem das World Café seine Tore geschlossen hat, wurde das Buffet eröffnet. Der Networking-Abend wurde mit einem Getränke-Angebot aus der Heimat unserer bayrischen Gäste abgerundet.

Einige Impressionen des Innovation Warm-up 2020:

Anmeldung

Anmeldung:

Die Teilnahme am Innovation Warm-up ist für Teilnehmer des Innovation Forum kostenfrei.
Bitte melden Sie sich bis zum 09. Oktober 2020 an:

Schreiben Sie uns eine E-mail an:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Round Tables:

Es wird drei Diskussionsrunden geben, jede dauert 30 Minuten. Information über die Round Table-Themen finden Sie unten bzw. hier als Programm-Download (PDF): Innovation Forum Warm-Up.

17:00 Uhr

Willkommen

17:20 Uhr

Begrüßung

17:30 Uhr

Elevator Pitch
Kurze Vorstellung der Gäste aus Bayern

17:45 Uhr

World Café
Diskussion verschiedener Themen an mehreren Thementischen

17:45 Uhr

Runde 1

Bitte wählen Sie für sich eines von den aufgeführten Themen aus.

18:15 Uhr

Runde 2

Bitte wählen Sie für sich eines von den aufgeführten Themen aus.

18:45 Uhr

Runde 3

Bitte wählen Sie für sich eines von den aufgeführten Themen aus.

19:15 Uhr

Zusammenfassung

ab 19:45  Uhr

Get-together // Networking und Abendimbiss

Round Table 1: 3D-Druck mit CE-Zulassung – genügt die richtige Einstellung zur Umsetzung des ehrgeizigen Unterfangens?

Die additive Fertigung ist in aller Munde. Dennoch stellt es ein anspruchsvolles Vorhaben dar, ein Medizinprodukt im 3D-Druck herzustellen und für dieses eine CE-Zulassung zu erhalten.
Nach wie vor sind solche Erfolgsgeschichten nur vereinzelt zu finden. Im März diesen Jahres erhielt ein neues, additiv aus Kunststoff gefertigtes temporäres Implantat die CE-Zulassung durch die Benannte Stelle.
Wie startet man ein solches Projekt? Welche Entscheidungen gilt es zu treffen? Welches Vorgehen ist zielführend? Wie werden realistische Konzepte erstellt? Wie geht man als Hersteller mit Anforderungen und Erwartungen um? Und kann eine konsequente Vorgehensweise tatsächlich über Erfolg oder Niederlage entscheiden?

Round Table 2: KI – verstehen wir was Sie kann und was sie können darf?

Künstliche Intelligenz bietet ein ungeheures Potential für die Medizintechnikbranche: Unterstützung in der Auswertung von CT-Bildern, personalisierte Krebsmedikation oder Früherkennungs-Apps für Hautkrebs sind nur wenige Beispiele für Anwendungen von KI. Während uns die technischen Möglichkeiten faszinieren, stellt sich nach wie vor die Frage: Verstehen wir tatsächlich, warum KI die Sachen macht, die sie macht? Darüber hinaus wird zumeist in einem Atemzug die KI mit Ethik in Verbindung gebracht. Doch wer entscheidet was sie können darf? Haben Ingenieure mit ihrem technischen Hintergrund die Kompetenz, solche Entscheidungen treffen zu können? Ist das mangelnde Verständnis über die Möglichkeiten der Grund für den bislang zögerlichen Einsatz? Kann ein Mehr an Verstehen zu einem breiteren Einsatzfeld führen?

Round Table 3: Einweg- vs. Mehrwegprodukte: Die ständige Gegenüberstellung von Ökologie und Ökonomie bagatellisiert den Aspekt der Patientensicherheit.

Faktoren wie Ressourcenschonung und Abfallvermeidung bestimmen regelmäßig die Diskussion bei der Gegenüberstellung von Einweg- und Mehrweginstrumenten. Die Kostenkalkulation kann dabei aus ökonomischer Sicht nicht unberücksichtigt bleiben. Darüber hinaus regt der Aspekt der Patientensicherheit den Disput an, denn Qualität und Kontamination sind relevante Merkmale für die Wahl des Produkts.
Doch lassen sich diese Faktoren tatsächlich klar der jeweiligen Nutzungsdauer zuweisen? Welchem Konzept kann man eine hochwertigere Qualität zuordnen? Welche Produkte gewährleisten eine höhere Versorgungssicherheit? Ist es möglich, durch den Einsatz von noch niemals kontaminierten Einweginstrumenten die Ausbreitung von Keimen und Infektionen zu verhindern?

Round Table 4: Additive Fertigung während der Covid-19-Pandemie: Überbewertung eines Megatrends in der Medizintechnik oder Garant für Versorgungssicherheit?

Die Covid-19-Pandemie hat als eine der unzähligen Herausforderungen die Problematik unterbrochener Lieferketten aufgezeigt. Insbesondere im medizinischen Bereich kann eine solche Situation weitreichende Auswirkungen haben: Therapiemöglichkeiten werden eingeschränkt, Fachpersonal ist nicht in der Lage zu arbeiten und Patienten wird nicht die notwendige Behandlung ermöglicht. Regierungen haben sowohl traditionelle Hersteller als auch 3D-Druckanbieter dazu aufgerufen, ihre Produktion hochzufahren. Welchen Vorteil bringt in einer solchen Situation die Unabhängigkeit von traditionellen Lieferketten? Könnten Lieferengpässe durch die digitale Fertigung verhindert werden? Können Qualität und Patientensicherheit während einer schnellen Produktion sichergestellt werden? Herrscht ein Ungleichgewicht hinsichtlich Zugänglichkeit des 3D-Drucks? Welche Erfahrungen können aus diesen Situationen gezogen und auf das Tagesgeschäft angewandt werden?

Round Table 5: Vernetzung im OP-Saal: Hersteller, die den Sprung zum Systemanbieter verpassen, verlieren ihre Relevanz.

Die Digitalisierung hält auch im Operationssaal Einzug: Die Vernetzung verschiedener operationsessenzieller technischer Geräte wird immer wichtiger. Anwender wünschen sich vermehrt, herstellerunabhängig Schnittstellen zwischen den Geräten nutzen zu können und somit einen vernetzten und fortschrittlichen Operationssaal zur Verfügung zu haben. Prozesse sollen vereinfacht werden, administrative Unterstützung im Arbeitsalltag ist gewünscht. Sind Hersteller in der Lage, solche Produkte zu liefern? Wie können passende Partner gefunden und eigene Kompetenzen gestärkt werden? Sind Kliniken für einen Einsatz von vernetzten Operationssälen eingerichtet? Besitzt der Operateur das notwendige Know-how und ist eine hoch performante IT-Infrastruktur vorhanden? Und wie können hoch sensible Patientendaten vor Hacker- und Cyberangriffen geschützt werden.